Heute schon geteilt?

Teilen Sie gerne? «Kommt darauf an, was», denken Sie jetzt vielleicht. Wie wäre es mit einem E-Bike, weil Sie nicht jeden Tag damit fahren? Oder mit einem Bohrer, weil Sie nur selten ein neues Bild an die Wand hängen? Teilen kann sinnvoll sein. Zum Beispiel, um Kosten zu sparen. Und Teilen schont die Umwelt.

Wenn ich am Morgen im Superblock ankomme, dann gehe ich nicht mehr an meinen festen Arbeitsplatz im Grossraumbüro. Ich habe keinen mehr. Denn im Departement Schule und Sport teilen wir neuerdings auch die Arbeitsplätze. So bleiben Plätze nicht mehr ungenutzt, wenn wir in Sitzungen sind, und Mitarbeitende, die keinen Platz hatten, haben jetzt einen.

Mehrfachnutzung bringen wir auch in die Schulen, wenn der Platzbedarf grösser ist, als Räume zur Verfügung stehen. Schule und schulergänzende Betreuung teilen sich dann zum Beispiel Sporthallen, Gruppen-, Werk- und Mehrzweckräume. Eine Frage der gemeinsamen Organisation, der Abmachungen und pädagogischen Haltung.

Teilen, mieten, reparieren, gebraucht kaufen, weitergeben, beim Neukauf unter anderem auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit achten: Das alles ist Kreislaufwirtschaft, die wir brauchen, um die Klimaziele zu erreichen. Die Wohnbevölkerung befürwortet nachhaltige Kreisläufe – aber bis jetzt leider nur theoretisch, wie das Schweizer Umweltpanel gezeigt hat. Die Umsetzung erfordert ein Umdenken und Umgewöhnen.

Im Stadtrat haben wir mit der neuen Richtlinie für Einkäufe nach ökologischen und sozialen Kriterien einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Nun gilt es diese umzusetzen und die Klimaziele konsequent weiterzuverfolgen. Dafür setze ich mich ein und dafür möchte ich mich auch in Zukunft einsetzen. Danke für Ihre Stimme am 8. März.


Martina Blum
Stadträtin, Vorsteherin Departement Schule und Sport

Erschienen in der «Winterthurer Zeitung» am 29. Januar 2026


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